Was bedeutet der gewählte Maßstab?
Die eingepasste Größe füllt den verfügbaren Raum anschaulich aus. Sie sagt nichts über die echte Bauteilgröße aus. Quelleneinheiten wie Millimeter, Zentimeter, Meter oder Zoll sind nur dann sinnvoll, wenn der Exporteur diese tatsächlich verwendet hat. Gerade STL enthält keine verlässliche Einheit; eine scheinbar passende Darstellung kann deshalb zufällig sein.
Verwende vor Ort ein bekanntes Maß aus dem Quellmodell als Plausibilitätskontrolle. Prüfe es zusätzlich mit einem realen Messmittel. Selbst bei bestätigter Einheit hängt die Einblendung von Kameratracking und Flächenerkennung ab. Ein sicherheitsrelevanter Abstand darf nicht allein aus dem Kamerabild abgeleitet werden. Wenn mehrere Personen die Szene betrachten, nenne ausdrücklich den gewählten Skalierungsmodus. Sonst kann ein Kollege annehmen, die Einblendung entspreche den Originalmaßen, obwohl sie nur für die Darstellung eingepasst wurde. Halte die bestätigte Quelldimension neben dem Modell fest und wiederhole jede kritische Prüfung außerhalb der AR-Ansicht.
Was passiert mit den Kamerabildern?
ARKit verarbeitet Kamerabilder, um Oberflächen und Bewegungen des Geräts zu verstehen. CadRoam fordert die Berechtigung erst beim Öffnen der AR-Ansicht an und zeichnet die Bilder nach der Produktdokumentation weder auf noch speichert oder sendet es sie. Auch die CAD-Geometrie wird lokal verarbeitet und nicht für die Darstellung an einen Entwickler-Konverter übertragen.
Schlechte Beleuchtung, spiegelnde oder strukturlose Flächen und schnelle Bewegungen können die Verankerung verschieben. Setze das Modell bei verlorener Verfolgung neu und betrachte es aus mehreren Winkeln. Eine visuell ruhige Szene ist kein Nachweis für millimetergenaue Positionierung.
Wofür lohnt sich eine AR-Besprechung?
Ein sichtbares 3D-Modell im Raum erleichtert Gespräche über Orientierung, grobe Anordnung und die Fragen, die eine Konstruktion noch beantworten muss. Kollegen können um ein renderbares Bauteil herumgehen und relevante Seiten zeigen. Das ist besonders nützlich, wenn ein abstraktes CAD-Bild auf dem Bildschirm schwer zu vermitteln ist.
Bereite die Datei vor dem Termin vor: Sind alle Objekte vorhanden? Ist das Modell richtig herum orientiert? Welche Einheit wurde exportiert? Bei STEP und IGES können ungewöhnliche Exportdatensätze teilweise fehlen; CadRoam meldet übersprungene Datensätze. Eine aus dem Quellsystem erzeugte Prüf-Mesh kann helfen, ersetzt die Originaldatei aber nicht.
Welche kostenlosen Wege gibt es?
Für eine einfache Abstimmung kann der Konstrukteur Screenshots mit Maßangaben oder eine PDF-Ansicht aus dem Quellsystem senden. Die normale 3D-Ansicht in CadRoam zeigt unterstützte Geometrie auch ohne Kameraplatzierung. Drei verschiedene Dateien lassen sich kostenlos öffnen; eine erneute Öffnung derselben Datei zählt nicht erneut.
Kamera-AR gehört zu CadRoam Pro. Wenn du keine Platzierung im echten Raum brauchst, prüfe zunächst die kostenlose 3D-Ansicht oder nutze die CAD-Anwendung, die den Entwurf erstellt hat. Ein Online-Konverter wäre nur mit entsprechender Freigabe für die Datei vertretbar, weil er das Modell erhält.
Was kann AR ausdrücklich nicht bestätigen?
AR berechnet keine zertifizierten Sicherheitsabstände, Passungen, Tragfähigkeit oder Montagefreigaben. Der gewählte Maßstab, die Qualität des Imports und die Stabilität der Oberflächenerkennung sind zusätzliche Unsicherheiten. Selbst ein vollständig gerendertes Modell kann scheinbar passen, obwohl die reale Umgebung anders vermessen wurde.
Für Installation und Fertigung gelten die freigegebenen Zeichnungen, das Quellmodell und Messungen vor Ort. Ein lokal erzeugter PDF-Inspektionsbericht kann eine visuelle Besprechung festhalten, ist aber keine verbindliche Produktionszeichnung. Kennzeichne AR-Bilder als Anschauungsmaterial.